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Kurz und bündig: Haßlacherberg-Geschehen 2016 im Überblick

Hofer für Effern, Heindl für Treber
Mit Gottesdienst und anschließendem Empfang verabschiedete die Filiale St. Michael Ziegelerden am 31. Januar 2016 Pater Johannes Effern OMI (85) vom Oblatenkloster Kronach nach 15-jährigem Seelsorgedienst. Als Efferns Nachfolger wurde der aus Österreich nach Kronach gekommene Pater Gottfried Hofer OMI vorgestellt. Bereits zum Vorjahres-November hatte Pfarrer Andreas Heindl die mit der Seelsorge in der Frankenwaldklinik und in den beiden Altenheimen verbundene dritte Pfarrstelle der evangelischen Kirchengemeinde Kronach übernommen, zu deren Sprengel St. Michael Gehülz und die Haßlacherberg-Stadtteile gehören. Als Nachfolger der in Gehülz am 31. Januar 2015 verabschiedeten und nach Unterampfrach (Dekanat Feuchtwangen) umgezogenen Pfarrerin Susanne Treber wirkte Heindl 2016 auch bei den beiden vom Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden organisatorisch (mit-)betreuten ökumenischen Gottesdiensten an Wegkapellen mit: am Pfingstmontag an der Marienkapelle Kestel und am Dorfkirchweihfreitag an der Ellmerskapelle Seelach. Katholischerseits waren bei diesen beiden Feiern Pfarrer Thomas Teuchgräber bzw. Kaplan Dominik Urban im Einsatz. Teuchgräber wurde zum neuen Bamberger Domkapitular ab 1. September 2016 ernannt, blieb aber weiterhin in Kronach als Pfarrer, Dekan und Regionaldekan.

Wegeinziehung gerade noch verhindert
Um ein Haar wäre ein kurzer, aber wichtiger öffentlicher Feldweg am Nordrand der Gemarkung Gehülz eingezogen worden, weil niemand den städtischen Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss über die wahre Bedeutung dieses Weges in Kenntnis setzen konnte bzw. wollte. Erst eine Stellungnahme des Heimatpflege-Vereins Gehülz/Seelach/Ziegelerden konnte die Aufhebung des öffentlichen Weges in letzter Minute verhindern. Mit Schreiben vom 19. und vom 30. April 2016 begründete der gemeinnützige Verein das „deutliche öffentliche Interesse an der Beibehaltung dieser Wegnutzungsmöglichkeit“: Der betreffende Feldweg mit der amtlichen Nummer 1, der entsprechend seiner früheren Funktion „Von Entmannsdorf nach Rotschreuth“ heißt, sei heutzutage wichtig für wohnortnahe Erholung und Freizeitsportaktivitäten wie auch für die Wanderweganbindung der Heunischenburg an die Stadt Kronach. Im Netz der markierten Wanderwege verbinde das unbedingt erhaltenswerte kurze Wegstück den „Heunischenburg-Weg“ mit dem „Festungsweg“, wie Heimatpflege-Vorsitzender Bernd Graf in der Stellungnahme schrieb. Zur Lage des „geretteten“ öffentlichen Weges: Wenn man auf der Straße westlich der Ex-Einöde Gießübel ein wenig in Richtung Rotschreuth weitergeht, zweigt der Weg links ab und führt hinauf zur Oberen Bürg. 

Feste feiern im Haßlacherberg-Sommer
Einen Sommer, in dem „der Berg bebt“ und „der Wald hallt“, erlebte Gehülz 2016. Motto 1 spielt auf ein Festwochenende des ATSV an, auf dessen Programm auch ein Livekonzert mit der fränkischen Party-Rock-Gruppe „Dorfrocker“ stand („Ich bin a Dorfkind...“, „Im Dorf, wo ich geboren bin...“, ...). Motto 2 bezieht sich auf einen Abend im Rahmen der Sportwoche „90 Jahre FC Gehülz“. Hier bot sich der Schirmherr, Kronachs Erster Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, als Vermittler an, um die beiden Gehülzer Fußballvereine zusammenzuführen. „Alte Gräben sollten heute vergessen sein“, betonte er. Zum vielfältigen Programm beim Dorffest in Ziegelerden trugen die Kronacher Feuerwehr, die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing (Rettungs- und Therapiehunde), Kinder- und Jugendgruppen des Turnvereins Ziegelerden, der Musikverein Ziegelerden und die Imker-Gemeinschaft Kronach bei. Kurz zuvor hatte der Verwaltungsausschuss des Kronacher Stadtrats einen Beschluss gefasst, der gerade auch hinsichtlich eines Vorhabens in Ziegelerden von Bedeutung ist: Die Aufstellung von Dorf- bzw. Maibäumen soll künftig zuschussfähig sein.

Kirchenvorsteherin Gabi Hopf gestorben
Mit einer traurigen Nachricht überraschte Pfarrer Andreas Heindl die Besucher des Sonntagsgottesdienstes am 14. August 2016 in St. Michael Gehülz: Kirchenvorsteherin und Messnerin Gabriele Hopf ist tot. Die mit 51 Jahren Verstorbene hatte sich seit ihrer Jugend in vielfältiger Weise für Kirche, Gottesdienst und Gemeindeleben engagiert. Seit langem vertrat sie die Interessen der Gehülzer Filialkirche im Kronacher Kirchenvorstand. In „ihrer“ St.-Michael-Kirche setzte Gabriele Hopf mit der Übernahme des Messnerdienstes nach dem Tod ihrer Eltern eine alte Familientradition fort. Lange Jahre galt ihr besonderer Einsatz dem Kindergottesdienst, dem Krippenspiel und den Kinderbibeltagen in Gehülz. Auch das ökumenische Miteinander fand in Gabriele Hopf eine aktive Förderin. Dem Evangelischen Kirchenbauverein St. Michael war sie als Schriftführerin und zuletzt als Kassiererin eine wichtige Stütze.

Landratswahl – auch auf dem Haßlacherberg
Die Landratswahl am 25. September 2016 im Landkreis Kronach gewann der CSU-Bewerber und Bürgermeister von Steinbach am Wald, Klaus Löffler, mit 18348 Stimmen (62,01 %). Sein SPD-Gegenkandidat Norbert Gräbner, Bürgermeister von Marktrodach, erhielt 11243 Stimmen (37,99 %). Die landkreisweite Wahlbeteiligung lag bei 52,73 %. In der Kreisstadt Kronach kamen Klaus Löffler auf 3630 Stimmen (55,59 %) und Norbert Gräbner auf 2900 Stimmen (44,41 %). Die nachfolgend genannten Wahlergebnisse vom Haßlacherberg sind nur bedingt aussagekräftig angesichts der darin nicht erfassten Stimmen der Briefwähler, deren Zahl sich in der Stadt Kronach insgesamt auf 1516 belief:
Stimmbezirk Gehülz (1247 Stimmberechtigte): Löffler 48,48 %, Gräbner 51,52 %
Stimmbezirk Ziegelerden (666 Stimmberechtigte): Löffler 57,44 %, Gräbner 42,56 %
Stimmbezirk Seelach (413 Stimmberechtigte): Löffler 64,80 %, Gräbner 35,20 %.