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Das „Haßlacherberg-Lied“

(Text: Bernd Graf 1998-2003) wird gesungen nach der Melodie „Oberfranken ist mein schönes Heimatland“.

 

Wo auf Haßlachbergen weht ein frischer Wind,
Ziegelerden und Gehülz und Seelach sind,
die Heunischenburg dreitausend Jahre zählt,
/: da ist meine Heimat, meine kleine Welt. :/

Wo sich mal erstreckte einst ein dichter Wald,
der durch Rodung wurde immer lichter bald,
wo als erstes Entmannsdorf entstanden war,
/: reiht sich Ort an Ort hier heut‘ so wunderbar. :/

Wo das Heil’genwäldchen über Seelach thront,
wo bestimmt noch der Gießübler Pöbel wohnt,
wo am Kreuzweg Kreuzeslicht die Nacht erhellt,
/: möcht‘ ich immer bleiben, weil es mir gefällt. :/

Wo von Brander Höhe grüßt das Wasserwerk,
wo Sankt Michael beschirmt getreu den Berg
und Sankt Bonifaz dabei zur Seit‘ ihm steht,
/: bin ich froh und dankbar, weil ich gern hier leb‘. :/

Wo Vereinte Nachbarn einst von Breitenloh
bauten die Kapelle fromm und tatenfroh,
ganz Gehülz gemeinsam gern zur Andacht geht.
/: Die Dreifaltigkeit wird dort von uns verehrt. :/

Wo der Kestel öffnet sich zum Dobersgrund,
Ziegelerdens „Dom“ blickt in das weite Rund.
Wo einst Körb‘ und Tappen halfen gegen Not,
/: danke ich dem Herrgott für mein täglich‘ Brot. :/

Wo der Seelabach bis hin zur Haßlach fließt,
man im Talgrund gerne die Natur genießt.
Doch man findet Spuren auch aus schwerer Zeit:
/: Harte Steinbrucharbeit ist Erinn’rung heut‘. :/

Wo der Zollbrunnen als Wasserspender stand,
wo den Schafhof man am Geiersgraben fand,
wo beim Paulusgraben sich Brunnschrot erhebt,
/: wird von vielen Menschen Heimat pur erlebt. :/

Hoch zur Bürg man aus dem Judengraben steigt,
der zum Schluttengrund sich Richtung Burgstall neigt.
Hinter’m Eichberg man sogleich Rotschreuth erblickt
/: – ein Gefühl von Heimat, das uns stets entzückt. :/

Von den Haßlachhöhen in das Haßlachtal
wandern wir durch Wald und Flur gar manches Mal.
Wo Sankt Anna über Haig die Hände hält,
/: halten wir gern Einkehr, weil‘s uns dort gefällt. :/

Wo sich Gundelsdorf eng an die Haßlach schmiegt
und auch Knellendorf an ihren Ufern liegt,
führt der alte Schulweg bis nach Dennach dann
/: so wie einst die Kinder heut‘ auch uns bergan. :/

Wandern durch das alte Redwitz’sche Gehülz
führt uns bis nach Theisenort und auch nach Schmölz.
Wenn der Ahnen Spuren wir heut‘ nachvollzieh’n,
/: liegt auch manche Weisung für die Zukunft drin. :/

Wo in fränk’scher Heimat unser Lied erklingt,
das von guter Laune und von Treue singt,
wo man sich bei der Musik gern niederlässt,
/: feiern wir gemeinsam fröhlich unser Fest. :/