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Plan und Modell des Vorgeschichtsdenkmals Heunischenburg


Wie dieses anlässlich der Landesausstellung 1993 entstandene Modell der etwa 1,5 Hektar großen Wolfsberg-Garnison zeigt, liegt die Heunischenburg auf einem Bergsporn mit an drei Seiten nur mäßig steil abfallenden Hängen. Diese boten aber dennoch einen gewissen natürlichen Schutz vor Angreifern, welcher durch eine ringsum verlaufende Plankenwand verstärkt wurde. Nordostwärts zur Hochfläche hin ist der Sporn weit geöffnet. Diese stark gefährdete Flanke wurde mit einer mächtigen, 120 Meter langen Schildmauer abgesichert. Dieser fortifikatorische Kraftakt spricht für die außergewöhnliche strategische Bedeutung der Heunischenburg, die nach Einschätzung von Prof. Dr. Björn-Uwe Abels eine selbständige, von Mittelpunktsiedlungen unabhängige Befestigungsanlage war, deren Existenz und Wohlstand von der Distribution des Seifenzinns abhingen. Die dreischalige Steinmauer mit der vorgelagerten Berme, die Toranlage und die Pforte konnten bei der archäologischen Erforschung einwandfrei nachgewiesen werden. Aufgrund der dichten Bebauung des Innenraums mit Häusern, deren durchschnittliche Größe etwa 20 Quadratmeter betragen haben dürfte, schließt Abels eine nur temporäre Besiedlung aus. – Foto: Prähistorische Staatssammlung München – Ein weiteres Bild von diesem Modell finden Sie hier.

 

Neben dem großen Modell der Heunischenburg-Gesamtanlage stellte die Prähistorische Staatssammlung München der Stadt Kronach auch dieses kleinere Modell von Torgasse, Pforte und Mauerabschnitt mit Berme als Dauerleihgabe zur Verfügung. Das Foto von 1996 zeigt anlässlich einer vom Gehülzer Heimatpflege-Verein mitveranstalteten Heunischenburg-Ausstellung im Kronacher Rathausfoyer (von links) MdL und Landrat a. D. Dr. Heinz Köhler, Heimatpflege-Vereinsvorsitzenden Bernd Graf, die städtische Museumsleiterin Michaela Neukum M. A. und Bürgermeister Manfred Raum. – Zeitungsfoto: Gerd Fleischmann

 


Plan der Heunischenburg – Fotos: Bernd Graf