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Weihnachtskonzert in Ziegelerden: Erlös für die Spielzeugkammer der AWO

Beim Weihnachtskonzert in Ziegelerden, das einen kulturellen Höhepunkt im Jahresablauf der Dorfgemeinschaft darstellt, gaben die Zuhörer zum wiederholten Male Spenden für einen sozialen Zweck. Die beteiligten Gruppen – Musikverein, Gesangverein und Männerschola des Ortes – konnten diesmal 300 Euro an die Spielzeugkammer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Ziegelerden übergeben. Insgesamt wurden bisher 1000 Euro aus Konzerterlösen wohltätig eingesetzt.
Das bei der jüngsten Spendenübergabe entstandene Foto (links) zeigt den Dirigenten des Musikvereins, Karl Schneider, die Leiterin des Gesangvereins, Beatrix Porzelt, AWO-Ortsvereinsvorsitzenden Reinhard Graf, Kirchenbauvereinsvorsitzenden Armin Herbst und AWO-Kreisvorsitzenden Dr. Ralf Völkl (von links). Graf und Völkl bedankten sich für die Zuwendung bei den Vereinen und den Solisten, die das hervorragende Konzert in der St.-Michaels-Kirche gestaltet hatten, und berichteten kurz über die Einrichtung, der die Spende zugute kommt.

Die Spielzeugkammer der Arbeiterwohlfahrt in Ziegelerden
In der Spielzeugkammer wird nicht mehr benötigtes Spielzeug gesammelt. Das Spielzeug werde überprüft, bei Bedarf repariert und anschließend kostenlos an bedürftige Familien abgegeben. So wolle man ein Stück dazu beitragen, dass Kinder nicht zu sehr unter einer finanziellen Notlage ihrer Eltern leiden müssen. Immerhin gebe es im Landkreis Kronach allein mehrere hundert Kinder, die in Familien leben, die Leistungen nach Hartz IV beziehen.
Die AWO-Spielzeugkammer in Ziegelerden, die in der ehemaligen Gemeindekanzlei, Ziegelerden 84, in der Ortsmitte untergebracht ist, besteht seit rund zehn Jahren. Sie wird von Reinhard Graf ehrenamtlich betreut. Nicht mehr benötigte Spielsachen können an der Pforte des Landratsamtes Kronach in der Güterstraße 18 oder nach telefonischer Terminvereinbarung mit Reinhard Graf (Tel. 09261/2150) direkt an der Spielzeugkammer abgegeben werden. Bedürftige Familien, die Spielzeug abholen wollen, können flexibel einen Termin mit Reinhard Graf unter der genannten Telefonnummer vereinbaren.
Die beiden anschließenden Fotos zeigen Reinhard Graf in der von ihm ehrenamtlich betreuten Spielzeugkammer im „AWO-Gemeindehaus“, wo es jede Menge neuwertiger Spielsachen und Kinderbücher gibt.

 

Das gemeinschaftliche Weihnachtskonzert der örtlichen Kulturträger
Blicken wir auf das Weihnachtskonzert 2008 zurück, dessen Besuchern und Mitwirkenden der für die Spielzeugkammer übergebene Spendenbetrag zu verdanken ist. Auf hohem musikalischem Niveau boten Musikverein, Gesangverein und Männerschola Ziegelerden zusammen mit Solisten und jungen Nachwuchsmusikern in der St.-Michaels-Kirche Ziegelerden ein anspruchsvolles Programm, das den Bogen von klassischen und konzertanten Stücken bis hin zum volkstümlichen Liedgut spannte.
Die Männerschola Ziegelerden strahlte mit ihren tiefen Stimmen Ruhe und Gelassenheit aus. Sie wurde bei dem volkstümlichen Lied „Wie bist Du worden klein“ und dem Andachtsjodler von Andrea Müller an der Zither begleitet, die mit dem hell klingenden Instrument einen konzertanten Gegenpol zu den tiefen Männerstimmen bildete. Von Dieter Völlmer an der Orgel begleitet, sang die Schola stimmgewaltig und mit hervorragender Harmonie die Lieder „Lasst uns froh verkünden“, „Ein Stern erstrahlt am Himmel“ und „Als die Welt verloren“.
Ein beeindruckendes Gesangserlebnis boten die Solisten Agnes Müller und Dieter Altmann, als sie – wiederum perfekt und einfühlsam von Andrea Müller an der Zither begleitet – die volkstümlichen Weihnachtslieder „Herkommen ist heut die Nacht“ und „Lasst uns loben und preisen“ vortrugen. Mit den bekannten Stücken „Ave Maria“ und „Ave Verum“ bereicherte Organist Dieter Völlmer das Konzert und stellte damit auch sein solistisches Können unter Beweis.
Tadellos und bereits sehr professionell präsentierten sich dem Publikum die drei jungen Nachwuchsmusiker Jessica Fischer sowie Sarah und Jannik Hofmann aus Ziegelerden (auf dem Foto unten von links). Als Engel verkleidet spielten Jessica Fischer und Sarah Hofmann die Lieder „Fröhliche Weihnacht“ und „O du fröhliche“ mit hellem und klarem Flötenklang. Sie wurden bei den Stücken „Ihr Kinderlein kommet“ und „Schneeflöckchen“ von Jannik Hofmann an der Gitarre begleitet. Die Kinder trugen auch kleine Gedichte und Geschichten zur Weihnachtszeit vor, und Annalisa Fischer las die Geschichte „Drei merkwürdige Gäste und ein guter Stern“.
Sehr engagiert, präzise und mit einer hervorragenden Abstimmung präsentierte sich der Gesangverein Ziegelerden unter der Leitung von Beatrix Porzelt (Foto ganz unten), zu dessen Darbietungen Weihnachtslieder wie „O heil’ge Stadt von Bethlehem“ oder „Es naht ein Licht“ zählten. Einfühlsam und ausdrucksstark trug der gemischte Chor Dietrich Bonhoeffers Jahreswendlied „Von guten Mächten treu und still umgeben“ vor.
Mit kräftigen, hellen und fanfarenartigen Stücken ergänzte der Musikverein Ziegelerden unter der Leitung von Karl Schneider das Programm und setzte damit einen Kontrastpunkt zu den weichen Gesangsdarbietungen. So spielte das Blasorchester die anspruchsvollen und schnellen Stücke „Kanzone“, „Air“ und „Transeamus“ und verlor dabei nie seine hervorragende Harmonie und Abstimmung, die einen festlichen Klangeindruck erzeugten. In „Trumpet tune“ konnten vor allem die drei Trompeter des Orchesters ihr großes Können unter Beweis stellen.
Die gemeinsam gesungenen Lieder „Zu Bethlehem geboren“ und „O du fröhliche“ bildeten den Rahmen des Weihnachtskonzerts. Mit einer kleinen Geschichte von den Hirten rief Pater Johannes Effern dazu auf, sich bei Problemen und Sorgen im Alltag das ganze Jahr über an die Freude und frohe Botschaft des Weihnachtsfestes zu erinnern und aus dem Leitwort „Kommt, lasst uns nach Bethlehem gehen“ nicht nur an Weihnachten, sondern an allen Tagen des Lebens Kraft zu schöpfen.
Ralf Völkl zeigte sich auch im Namen von Armin Herbst erfreut, dass es gelungen sei, in Ziegelerden wieder ein Weihnachtskonzert zu veranstalten, zumal der Ort hervorragende Musiker und Sänger habe, die sich das ganze Jahr ehrenamtlich engagierten und denen er für ihre Mitwirkung herzlich dankte. Musik als universelle Sprache der Welt sei bestens geeignet, mit festlichen, ergreifenden und fröhlichen Weihnachtsliedern Freude zu bereiten, insbesondere wenn man sie live und gemeinsam erleben könne. Am Ende gaben die zahlreichen Zuhörer für die engagierten Auftritte der Musiker und Sänger reichlichen Beifall.   -rv.-

Veröffentlicht am 26. 3. 2009   –   Fotos: Ralf Völkl (4), Ingrid Völkl (1)