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Dritte DreifaltigkeitsWALKfahrt 2010
wurde zu einem schönen Erlebnis

- Ein Rückblick in Bildern und Worten -

Die Stationen der abendlichen DreifaltigkeitsWALKfahrt durch das Gehülzer Oberland waren bei herrlichem Hochsommerwetter am Judengraben, am Schafhof bzw. Geiersgraben und am Zollbrunnen, wo es jeweils Informationen zur ortsgeschichtlichen Bedeutung der Stätte, eine glaubenskundliche Überleitung und Worte zur religiösen Besinnung gab. Die Leitbilder waren Gott als der himmlische Vater (am Judengraben), Jesus Christus als der gute Hirte (am Schafhof) und der Heilige Geist als Brunnquell guter Gaben (am Zollbrunnen).
Bernd Graf, der den Ablauf konzipiert, die Inhalte zusammengestellt und die Texte verfasst hatte, gab die lokalhistorischen und theologischen Erläuterungen und leitete zusammen mit Susanne Weber die Veranstaltung. Der Andachtsteil an jeder Station bestand aus biblischer Lesung und Gebet. Helga Biesenecker sprach den 23. Psalm („Der Herr ist mein Hirte…“) in der Gehülzer Mundartfassung (siehe hier). Die zwei weiteren Bibeltexte las Elke Sachs. Die Gebete wurden vorgetragen von Bärbel Münzel, Ria Blinzler und Richard Biniszewski. Zum Abschluss der WALKfahrt erfreute Pfarrerin Susanne Treber mit einem von ihr speziell für diesen Anlass gedichteten Segenstext, der die Leitbilder und wesentliche Gedanken der drei Stationen zusammenfasste. Auf ihrer Mundharmonika spielte die Pfarrerin unter anderem das Kirchenlied „Vertraut den neuen Wegen“.
Über den Judengraben war zu erfahren, dass dieser alte Flurname mit der um 1500 beginnenden Ansiedlung nichtjüdischer Bewohner zum Ortsnamen geworden sei. Für den letztlich ungeklärten Ursprung dieses „Juden“-Namens nannte Bernd Graf einige in Frage kommende Deutungsmöglichkeiten. Der wohl um 1820 errichtete Schafhof – so Graf – gelte als das erste Anwesen des Gehülzer Gemeindeteils Geiersgraben, wenn auch später sowohl Geiersgraben als auch Schafhof eigene Gemeindeteile dargestellt hätten. Als die evangelischen Bibelstunden in der NS-Zeit in den späten 1930er Jahren nicht mehr im damaligen Schulhaus in Entmannsdorf gehalten werden durften, fanden sie laut Graf fortan auf dem Schafhof statt. Der heutige Name des 1588 erbauten Zollbrunnens, dessen über Jahrhunderte nicht versiegende Quelle als eine wunderbare Erquickung auf der Hochebene geschätzt worden sei, habe sich wohl aus dem 1673 als Flurname bezeugten Begriff Saalbronnen entwickelt. Die Vorsilbe Sa(a)l lasse auf ein einstiges herrschaftliches Grundstück schließen, erklärte Bernd Graf.
An die DreifaltigkeitsWALKfahrt schloss sich ein geselliges Beisammensein in der Gaststätte „Zoll-Linde“ an. Der rundum gelungene Abend fand bei den Teilnehmern viel Anklang.

Presseschau: Rainer Glissnik, der die Nordic Walker und Wanderer für die Lokal- und Kirchenpresse begleitete, stellte in seinem Bericht fest: „Kein Wunder, dass alle begeistert waren, die bei der DreifaltigkeitsWALKfahrt mitgingen, egal ob mit oder ohne Nordic-Walking-Stöcke.“ Der interessante Rundkurs auf reizvoller Route habe der Stärkung für Körper, Geist und Seele gedient und eine Begegnung mit den drei Seinsweisen des einen Gottes ermöglicht. „Das Ganze steht und fällt mit Bernd Graf“, habe TVE-Oberturnwartin Susanne Weber klar gemacht, „dass der Vorsitzende des Heimatpflege-Vereins Gehülz/Seelach/Ziegelerden Initiator und Motor dieser besonderen Nordic-Walking-plus-Veranstaltung ist“. Angelegt sei alles ökumenisch, und Mitwirkende seien Gläubige beider Konfessionen gewesen.

Nachfolgend Fotos von der dritten DreifaltigkeitsWALKfahrt 2010
von Rainer Glissnik (5) und Reinhard Weber (4)