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Festabend: Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden
25 Jahre alt

Rundum gelungene Feier der Haßlacherberg-Gemeinschaft
mit zahlreichen Ehrengästen

Breite Anerkennung für das erfolgreiche und vorbildliche Wirken
des Jubiläumsvereins

>>> Auftakt und Höhepunkt der Veranstaltungsfolge zum 25-jährigen Jubiläum des gemeinnützigen Heimatpflege-Vereins Gehülz/Seelach/Ziegelerden e. V. ist der Festabend am Freitag, 20. April 2012, um 19.30 Uhr im Saal Messelberger in Gehülz-Entmannsdorf, zu dem die Gesamtbevölkerung der Haßlacherberg-Ortschaften und alle Freunde der Heimatpflege eingeladen sind. Festredner ist der Bezirksheimatpfleger des Bezirks Oberfranken, Prof. Dr. Günter Dippold.

►  25 Jahre Heimatpflege-Verein: Plakat zum Jubiläums-Festabend

►  25 Jahre Heimatpflege-Verein: Abbildung auf der Jubiläums-Vereinsgabe

►  25 Jahre Heimatpflege-Verein: Programm für den Jubiläums-Festabend

Auf dieser Seite finden Sie:
● Zahlreiche Ehrengäste beim Jubiläumsfestabend
● Ein schöner Abend in der Haßlacherberg-Gemeinschaft
● Aus dem Pressebericht von Gerd Fleischmann über den Festabend
● Aus der Festansprache von Bezirksheimatpfleger Prof. Dippold
● Ehrungen (Links zu zwei Haßlacherberg-Internet-Nachrichten-Seiten)
● Presseschau (Jubiläumsberichterstattung im April 2012)
● Einige Fotos vom Jubiläumsfestabend im Saal Messelberger

Zahlreiche Ehrengäste beim Jubiläumsfestabend
Jubiläumsvorsitzender Richard Biniszewski eröffnete das Programm des Festabends und begrüßte alle Teilnehmer, darunter besonders:
- den Vorsitzenden des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Landtagspräsident a. D. Johann Böhm
- den Bezirksheimatpfleger des Bezirks Oberfranken und Festredner Prof. Dr. Günter Dippold
- die weitere Stellvertreterin des Landrats, Jutta Laczó
- Altlandrat Dr. Heinz Köhler
- Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein
- Pfarrerin Susanne Treber
- Diakon Jürgen Fischer
- Kreisrätin Ingrid Steinhäußer
- Kreisheimatpfleger Roland Graf
- Kreisheimatpfleger Siegfried Scheidig
- Kreisheimatpfleger Gerd Fleischmann (zugleich auch für die Presse)
- Stadtrat und 3. Bürgermeister Hans Simon
- die Stadträtinnen und Stadträte Barbara Bayer, Mathilde Hutzl, Dr. Ralf Völkl, Johannes Hausmann, Edgar Dunst, Heinz Hausmann und Hardy Hanuschke
- die Repräsentanten der Vereine von Gehülz, Seelach, Ziegelerden und Umgebung
- alle Mitwirkenden des Festabends.
Entschuldigt hatten sich Landrat und Bezirksrat Oswald Marr, der dienstlich verreist war, und Bezirksrat Klaus Löffler, der anderweitig terminlich gebunden war. Aus gesundheitlichen Gründen waren Altbürgermeister Hans Schmidt und „Altstadtrat“ Oswald Schubart entschuldigt. Ebenfalls entschuldigt hatten sich die Stadträtinnen Daniela Fischer-Petersohn und Marina Schmitt sowie Stadtrat Karl H. Fick.   (bg)

Ein schöner Abend in der Haßlacherberg-Gemeinschaft
Es wurde ein wirklich „schöner Abend in unserer Haßlacherberg-Gemeinschaft, die sich ja in dieser Zusammensetzung leider sehr selten trifft“, wie es Heimatpflege-Vereins-Vorsitzender Bernd Graf formulierte. Der in fränkischem Rotweiß dekorierte Saal war voll besetzt. Das aus der oben angehängten PDF-Datei hervorgehende Programm wurde kurzfristig um einen Punkt erweitert: Im Anschluss an die fesselnde Festansprache des Bezirksheimatpflegers Prof. Dr. Günter Dippold wurde Bernd Graf durch den Vorsitzenden des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Landtagspräsident a. D. Johann Böhm, mit der Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ ausgezeichnet. Ehrungen durch den örtlichen Jubiläumsverein wurden zwölf verdienstvollen Mitgliedern und Mitarbeitern zuteil (siehe unten: Ehrungen).
Eine von Frank Wöhner dargebotene Bilderpräsentation diente der optischen Untermalung des Programmablaufs. Mit Hilfe von Laptop und Beamer blendete er unter anderem das neue Vereinsemblem bzw. eine Folge von Bildern vom Haßlacherberg und vom Wirken des Heimatpflege-Vereins ein.
In seinen „Gedanken zum Gründungsjubiläum“ führte Vorsitzender Bernd Graf unter anderem aus: „Als unser Heimatpflege-Verein 1987 aus einer Verlegenheit heraus entstand, hat noch niemand auch nur im Entferntesten daran gedacht, was sich in der Folgezeit alles entwickeln würde an beständiger Arbeit, an nachhaltiger Wirkung und an bleibendem Wert. Im Rückblick auf das fast vollendete Vierteljahrhundert im Dienst an unserer Haßlacherberg-Heimat kann man wohl feststellen: Der bisherige große Aufwand an Zeit und Mühe war sinnvoll und wird weiterhin sinnvoll nachwirken. Ich danke an dieser Stelle allen, die unsere Vereinsarbeit in den letzten 25 Jahren wohlwollend begleitet, gerne unterstützt und aktiv mitgestaltet haben. Ich bitte Sie, auf diese Weise auch in Zukunft das heimatpflegerische Wirken für Gehülz, Seelach, Ziegelerden und den gesamten Kulturlandschaftsraum Haßlacherberg mitzutragen.“   (bg)

Aus dem Pressebericht von Gerd Fleischmann über den Festabend
In einem würdigen Rahmen beging der Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden im Saal Messelberger sein 25-jähriges Bestehen. In diesem Vierteljahrhundert hat die 155 Mitglieder starke Interessengemeinschaft unter der tatkräftigen Leitung von Bernd Graf kulturhistorische Akzente gesetzt. Die Ehrengäste, an der Spitze der Vorsitzende des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Landtagspräsident a. D. Johann Böhm, sowie Oberfrankens Bezirksheimatpfleger Professor Günter Dippold, würdigten das bemerkenswerte Engagement. Vorstandsmitglied Ria Blinzler ließ „Ein Vierteljahrhundert Haßlacherberg-Heimatpflege“ aufschlussreich Revue passieren. Gleich drei Kulturträger verschönerten die Jubiläumsfeier [siehe Fotos unten]. Besondere Akzente setzte Bezirksheimatpfleger Dippold mit seiner Festansprache, die unter dem Thema „Heimat und Heimatpflege in unserer Zeit“ stand. Deutlich stellte er die Bedeutung der Heimatpflege-Vereine in einer globalisierten Welt, einhergehend mit einer Verarmung von Lebens- und Ausdrucksformen, heraus. [Mehr über Dippolds Ausführungen ist unten zu lesen.]
Den Reigen der Grußworte eröffnete Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, der den Dank der Stadt für die außergewöhnliche Basisarbeit überbrachte. Die weitere Stellvertreterin des Landrats, Jutta Laczó, äußerte sich begeistert vom umfangreichen Wirken des Heimatpflege-Vereins Gehülz/Seelach/Ziegelerden. Der Begriff „Heimat“ sei in die Tat umgesetzt worden, resümierte Kreisheimatpfleger Roland Graf, der insbesondere auf die enormen Aktivitäten von Bernd Graf einging. Für die Ortsgemeinden beider Konfessionen würdigte Pfarrerin Susanne Treber die enge Verbindung zwischen dem kirchlichem Leben und dem Wirken des Heimatpflege-Vereins. Den Dank und die Glückwünsche der örtlichen Vereine überbrachten Dritter Bürgermeister Hans Simon (Gehülz), Stadtrat Johannes Hausmann (Ziegelerden) und Herbert Schuhbäck (Seelach). An die besonderen Verbindungen des Heimatpflege-Vereins mit den Vereinigten Nachbarn Breitenloh erinnerte deren Vorsitzende Waltraud Schmitt. Als Zweiter Vorsitzender des Jubiläumsvereins dankte Albert Wich allen, die zum Gelingen des Festabends beigetragen hatten. Er lud ein zum ökumenischen Pfingstgottesdienst am 28. Mai um 16 Uhr in Kestel, in dessen Rahmen auch der Verstorbenen des Heimatpflege-Vereins gedacht werden soll.   (gf)

Aus der Festansprache von Bezirksheimatpfleger Prof. Dippold
In seiner fundierten und kritischen Betrachtung zu „Heimat und Heimatpflege in unserer Zeit“ bezeichnete es Professor Dippold (Foto links) als die zentrale Aufgabe der Heimatpflege, eine aktive Gemeinschaft zu pflegen. „Das tut Ihr Verein seit einem Vierteljahrhundert, und deshalb nennt er sich zu Recht Heimatpflege-Verein“, stellte der renommierte Referent deutlich heraus. Rechte Heimatbildung mache weltoffen. In einer Welt, die sich immer rascher wandle, in der die Globalisierung einen hohen Veränderungsdruck erzeuge, bräuchten Menschen einen Halt und das Gefühl der Geborgenheit, des Aufgehobenseins. Wer eine Basis habe, auf der er sich geborgen fühle, der könne Veränderungen hinnehmen, ohne Schaden zu leiden. Die Furcht vor Veränderungen, wie sie unsere Gesellschaft zu prägen scheine, sei ein Indiz dafür, dass nicht wenigen ein wirkliches Heimatgefühl abhanden gekommen sei.
Auf die Denkmalpflege eingehend, sagte Dippold, dass diese dazu beitrage, „dass unsere Orte ihr Gesicht bewahren, dass sie individuell und attraktiv bleiben.“ Ganz entschieden plädierte der Bezirksheimatpfleger für mehr Geschichtsbewusstsein. Wer seine Geschichte verliere, der verliere ein wesentliches Stück seiner Persönlichkeit. „Wenn wir also sichtbare Vergangenheit bewahren, dann nicht, weil die Vergangenheit besser war als die Gegenwart. Gerade hier auf dem Haßlacherberg war sie das bestimmt nicht. Sondern wir bewahren sie, weil sie ein Teil von uns ist, weil wir uns damit selbst bewahren.“
Heimat wachse nur dann, wenn ein aktives Miteinander gefördert werde. Als gutes Beispiel nannte Günter Dippold den Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden. „Sie haben Nordic Walking nicht verteufelt, weil es neu ist oder einen englischen Namen trägt. Sie haben es erweitert zu Nordic Walking plus. Und Sie führen augenzwinkernd DreifaltigkeitsWALKfahrten durch.“ Damit verknüpfe man religiöse Tradition und modernen Sport. Genau das sei Heimatpflege, gehaltvoll, aber nicht bierernst.
Schließlich fördere Heimatpflege Bürgersinn, Aktivität in Gemeinschaft, rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen und historischen Ressourcen. Wer für Heimat arbeite, wer sich dafür einsetze, der müsse nicht unbedingt Tracht tragen und Blasmusik spielen. Günter Dippold: „Für die Heimat wirken alle diejenigen, die sich Regionalität, Eigeninitiative, Gemeinschaftsgeist auf ihre Fahnen geschrieben haben.“ Letztendlich komme es auf den Geist an. Und der Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden habe in den 25 Jahren seines Bestehens bewiesen, dass die Verantwortlichen den richtigen Geist haben. „Sie haben Ihre Orte auf dem Haßlacherberg zur Heimat für sich und andere gemacht“, so der Bezirksheimatpfleger.   (gf)

E h r u n g e n
● Vereinsehrungen für verdiente Mitglieder und Mitarbeiter: >>>
● Verleihung der Landesvereinsmedaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ an Bernd Graf: >>>

P r e s s e s c h a u
25-jähriges Bestehen und Wirken, Festabend und Jubiläumsjahr waren auch Gegenstand von Lokalzeitungsbeiträgen:
● FT 11.4.2012: Heimatpflege. Seit 25 Jahren der Geschichte auf der Spur
● NP 13.4.2012: Viele Aktivitäten im Jubiläumsjahr. Der Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden wird 25 Jahre. Von Bernd Graf
● FT 19.4.2012: „Die Heimatpflege ist auch auf die Zukunft ausgerichtet“. Interview von Corinna Igler mit Bernd Graf
● FT 26.4.2012: Jubiläum. Der Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden blickte auf sein 25-jähriges Wirken zurück. Die geleistete Arbeit fand allerseits große Anerkennung. „Mühe hat sich gelohnt“. Der Landesverein zeichnet Bernd Graf aus. [Stark gekürzte Beiträge] von Gerd Fleischmann
● NP 28.4.2012: Tatkraft rund um den Haßlacherberg. Der Heimatpflege-Verein Gehülz/Seelach/Ziegelerden blickt auf sein 25-jähriges Wirken zurück. Festredner würdigen das große Engagement der Mitglieder. Plädoyer für Heimat und Historie. Landesverein ehrt Bernd Graf. Von Gerd Fleischmann

 
Als weitere Stellvertreterin des Landrats sprach Jutta Laczó (rechts im Bild) eines der Grußworte, in denen das Wirken des Jubiläumsvereins, seines Vorsitzenden Bernd Graf (links im Bild) und seiner Mitarbeiter/-innen gewürdigt wurde.


Für die klangvolle Umrahmung des Jubiläumsfestabends sorgten die „Bergmusikanten“ Gehülz.

 
Unter der Chorleitung seiner Vorsitzenden Beatrix Porzelt bereicherte der Gesangverein Ziegelerden das Programm
mit „Kling auf, mein Lied“ und „Wach auf, mein Herz, und singe“.


Der Gesangverein „Liederkranz Breitenloh“, Gehülz, bot das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ dar, bevor er, von den „Bergmusikanten“ begleitet, „Ich bin ein Kind vom Frankenwald“ einschließlich der Zusatzstrophe „Ich bin dein Kind, Haßlacherberg“ zum Besten gab.

 
Klaus Porsch dirigierte die „Bergmusikanten“ und (im Bild) den „Liederkranz“.
Fotos: Gerd Fleischmann